Helmut Hannig - Der Hase der Tee trinkt

zurück...meine poetische Vita

Meine Heimat sind die Wasser, die das Meer in mir aufwühlen und stranden lassen.
Verbunden bin ich seinen rastlosen Uhren –
seiner kristallinen Sterne –
seiner tosenden Unbillen und maritimen Zaubers.
In ihm fühle ich mich geborgen, von seinem Gewoge umschlungen zu sein spüre ich, die unendliche Tiefe des Fundamentes aufstrahlender Bläue.
Geboren wurde ich auf jenen anlandenden Wellen die mich durch Höhen und Tiefen einer langen Reise trugen, war ausgesetzt der donnernden Brandung und der Blendung des Lichts, vernahm ich die Register von Klippenorgeln brausender Weltensymphonie, die ein unendliches Band um die Erde flechten und jedesmal, wenn ich an seinen Küsten weile, die Idiome meiner Heimat erkenne.
Und –, eines Tages stand ich auf festen Boden und erfreute mich meines Gesanges der das Leben beschreibt. Erkenntnisse lehrreicher Jahrzehnte wuchsen wie Ringe um ihre Mitte, die mir Bitterkeit und Süße schenkten, und jedes Gedicht – jeder Vers, der die Arena meiner poetischen Einsamkeiten verließ, erkämpft waren.
Und nun, nachdem ich zurückblicke mein Weg kein Müßiggang war, folge ich vorausblickend dem Sonnenuntergang der mich wieder und wieder erreichen wird; vermute ich in ferner Nähe – hinter den kosmischen Horizonten die Küstenstriche im Lichte einer Neuen Welt –, auf denen ich einst Wandeln werde.

 





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